Gedichte

»Und unsere Reime sind auch nicht von schlechten Eltern«Die Ärzte

Hier findest du Gereimtes zu verschiedenen Themen und Anlässen. Geordnet sind die einzelnen Gedichte in Kategorien, wie zum Beispiel »Salz«. Lässt sich ein einzelnes Stück mal nicht zuordnen, dann steht es unter einer eigenen Überschrift. Wie auch immer, du wirst dich schon zurechtfinden…

Salz

Unter dieser Überschrift findest du verschiedene Gedichte, die sich mit dem körnigen Gewürz namens NaCl auseinandersetzen. Hast du Kritik für mich, findest etwas, was es zu verbessern gilt, oder fühlst dich durch einen der Texte auf irgendeiner Ebene angesprochen? Dann behalt es gern für dich.


Grundzutat

Pökeln, Fermentieren, Würzen –
werde nie das Salz rauskürzen,
wenn es um’s Genießen geht.

Jede Formel in der Küche,
trotz Knobi- und Zwiebelgerüche,
nur mit diesem fällt und steht.


NaCl

Gustatorisch‘ Höhenflüge
vermag mir der Kristall zu bringen.
So sollen meine Atemzüge
in höchsten Tönen ihn besingen.

Engelsgleich will ich versuchen,
ein holdes Loblied anzustimmen.
Ihr denkt an Chöre von Eunuchen
und Salzlampen, die sachte glimmen.


Tischmanieren

Bevor du mir von dir erzählst
und mich mit deinen Storys quälst,
bevor du mit Geschwafel balzt,
reich mir doch das Tafelsalz!


Salz

In tiefen Wassern und auch Stollen,
wo Äonen schon Kristalle rollen,
da ist‘s, wo man nur sammeln müsst‘
damit der Stoff die Zunge küsst.

Getrocknet‘ Gischt, gestoßen Stein,
weiß, rosa, grau, nicht immer fein,
mal als Brocken, mal als Brisen
lockt er auch auf Quellerwiesen.


Salzstreuer

Hell rieselnde Klänge
so zart und so fein
dringen durch Gänge
in Mark und Gebein.

Magie kommt es gleich
wenn auditives Glück
so voll und so reich
auch den Teller bestückt.

Aus dem Streuer geregnet
kommt mit Engelsgeläut
was der Mahlzeit begegnet
und gustatorisch mich freut.


Hoffnung

Sind Tage trüb und Nächte schwer,
denkst du schon, es geht nicht mehr,
küchenwärts dann leise schallt’s:
Labe dich am Speisesalz!


Gaumenglück

Tiere gepökelt, Gemüse gegoren,
hab mein Herz an dich verloren.
Zu jeder Nacht- und Tageszeit
stehst du schon für mich bereit.

An Lakritz aus dem hohen Norden
wird der Genuss noch überborden.
Hast von drögem Essen mich befreit,
bist das Gewürz voll Heiterkeit.


Atlantiksalz

Aus einem Liter Meeressaft
erwächst zu 30 Gramm die Kraft,
die mich am Leben halten kann.

Und selbst Calcium, Magnesium,
sogar Sulfate sowie Kalium
gibt der Ozean sodann.


Minne

An Brezeln immer grob,
in Kuchen immer fein –
Was ich im Liede lob,
soll stets das meine sein!

Will streuen, essen und genießen,
will den Stoff für immer spür‘n,
werd mir damit den Tag versüßen*,
zu jeder Mahlzeit mir einführ‘n!

* = salzen


Ex

Diamanten sind dir wert und teuer,
doch mir ist das nicht so geheuer.
Kristalle sind mein Seelenheil,
die findest du nicht halb so geil.

So erkennen alle ganz unschwer,
wo die Konflikte kommen her.
Wir trennen uns – das geht ratzfatz,
es bleibt mir nur mein körnig‘ Schatz.


Genuss

Oh, der Stoff kann vieles sein:
Kruste, Würze oder Stein,
weißes Gold ohn‘ Kohlenamen
in Reis, in Kuchen, sogar Ramen.

Pur nur für die Hartgesott’nen,
kannst es aus dem Meere trocknen,
kannst es aus Gebirge hauen,
am Ende wirst‘ genüsslich kauen.


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