Das Gute am Geschreibsel auf dieser Seite: ich muss keine Ideen von Auftraggebern umsetzen, ich kann auch mal ein paar Monate nichts machen und ich kann so einen Quatsch wie jenen in der Überschrift produzieren. Es hat keinen so recht zu interessieren, außer vielleicht mich. Auf den Seiten, deren Inhalt ich allerdings kommerziell mitgestalte, gebe ich mir jedoch Mühe. Zwar ist diese Seite hier auch halbwegs kommerziell (Sie wollen Texte, ich möchte Geld verdienen – dies ist der virtuelle Marktplatz für eben jene Nachfrage und mein Angebot…), aber das lassen wir mal außen vor.

2017 steht vor der Tür! Macht mal einer auf?

Es steht also ein neues Jahr an. `Tis the season to say Dankeschön! Natürlich danke ich vor allem meinen Stamm-Auftraggebern. Ihr wisst, wer ihr seid 😉 Und natürlich danke ich auch dem ganzen Internet für die Möglichkeit, vom heimischen Rechner aus Geld zu verdienen. Wer hätte damals (zu Zeiten des Velociraptors) gedacht, dass so ein Quatsch mal möglich wäre? Nun ja, seit 2013 tippse ich nun vor mich hin, schreibe Rechnungen und kann dann wiederum Rechnungen bezahlen. Ein Teufelskreis himmlischen Ausmaßes. Denn ich konnte am Anfang meiner Selbstständigkeit nicht behaupten, dass man davon leben könne. Jetzt aber rollt der Bus und ich kann nun gut davon leben. Dafür: VIELEN DANK!

Auf ein schönes, produktives und miteinander statt gegeneinander erlebtes Jahr 2017!

Auf ein schönes, produktives und miteinander statt gegeneinander erlebtes Jahr 2017!

Frohes Baum- oder Lichterfest, schöne Weihnachten und irgendwas mit Chanukka

Das gehört ja auch zum Ende des Jahres dazu. Und um noch weiter in diese Richtung Blödsinn walten zu lassen, beende ich auch schon diesen Absatz – und zwar mitten im

Was sollte, dürfte, müsste das Jahr 2017 bringen, wenn es könnte

Ich habe lange überlegt, ob und wie ich auf dieser Seite eine politische Richtung einschlage. Sollte ich mich öffentlich positionieren und das Jahr mit einem Statement beenden? Sollte ich einen Kommentar zu Vorkommnissen, Entscheidungen, Tragödien und Schamlosigkeiten abgeben. Kann ich mich auf einer Seite, auf der ich nach Auftraggebern frage, erdreisten, eine politische und gesellschaftliche Meinung anzugeben – auch auf die Gefahr hin, damit potentielle Auftraggeber zu verschrecken? Die Antwort lautet ganz klar: vielleicht. Oder sie lautet: Laber nicht, sondern komm auf den Punkt.

Und der Punkt ist: Wir befinden uns politisch und gesellschaftlich augenscheinlich sehr nahe an den 1920er Jahren. Ich habe den Wunsch für 2017, dass sich das alles zu einem schlechten Scherz entwickelt, über den wir zum Ende des kommenden Jahres lachen können. Alle. Gemeinsam. Wenn 2017 so könnte, wie es denn wöllte, würde sich rechtes Gedankengut, würden sich Pogrome, Verfolgungen, Rassismus und Hass in Wohlgefallen und wenn schon nicht in Gemeinschaft dann doch wenigstens in Gleichmut auflösen.

Uns geht es in Deutschland, in Österreich und der Schweiz sowie auch im weiteren Europa nicht schlecht, ja sogar gut, möchte ich meinen. Und wenn wir diesen Standard anderen absprechen, aufgrund von … ja, aufgrund von was eigentlich? Im Zweifelsfall Dummheit und einem durchgeknallten Weltbild… wenn wir dies tun, dann sind wir nicht besser als jenes Pack, dem vor nicht einmal drei Generationen geschworen wurde, dass sie nie wieder eine politische Bühne bekommen sollen. Und alle, die nichts – noch nicht mal in ihren eigenen Köpfen – dagegen tun, sollten sich später nicht herauszureden versuchen mit „Wir haben von nichts gewusst.“ – Nein, diese Zeiten sind endgültig vorbei!

Weil es scheinbar doch nicht ohne Politik geht

In privaten Gesprächen, in Diskussionen mit Organisationen und deren Vertretern, auf Facebook und Twitter sowie nun auch auf meiner kleinen Guckt-mich-an-ich-bin-ein-Texter-Seite geht es anscheinend nicht mehr ohne Politik. Die (gefühlte) Wahrheit ist: es ging noch nie ohne Politik, nur sind wir jetzt wieder sensibilisiert. Einige sind mobilisiert. Und viele davon sind auf einer Seite, die ich weder verstehen noch tolerieren kann oder will. Wer sich dem Hass, der Gewalt, der Ausgrenzung und alledem (und das auch noch auf pauschalisierende Weise) hingibt, dem kann ich kein Verständnis gegenüberbringen, sondern nur Ablehnung. Ich bin mir der Ironie dieser Aussage bewusst, da ich ja pauschalisiere. Hoppla!

Schreibe ich politisch oder für politische Seiten?

Wenn Sie sich bis hierhin durchgekämpft haben und sich immer noch fragen, ob Sie ein Angebot von mir einholen sollten, dann kann ich Sie versichern: in Auftragstexten werde ich nicht unverhofft politisch. Auch sonst wurden von mir auch noch keine politischen Texte oder einzelne Aussagen in Texten verlangt. Ich würde mich auch schwerst zurückhalten was das angeht. Denn Politik, Zeitgeschehen und dergleichen im gesellschaftlichen Sinne ist nicht mein Fachbereich. Was aktuell in der Tech-Szene abgeht, das kann ich Ihnen schneller, detaillierter und faktenbasierter auf den Tisch zaubern als gesellschaftliche Themen. Eigentlich auch so ein Problem für sich, oder?

Die Moral von 1 Geschichte

Überlasse ich dem Leser. Ich möchte diesen Beitrag und dieses Jahr allerdings abschließen mit ein paar Zitaten und einem Video. Sorry, liebe Stalker, dass ich hier weniger meinen Werdegang runtergebrochen hab als in den vorigen Einträgen. Dafür wisst ihr jetzt ein bisschen was über meine Meinung zu den aktuellen Entwicklungen der postfaktischen Hasspolitik.

„Hass ist krass. Liebe ist krasser!“
Barbara. (23.12.2016)

„Auch wenn die AfD mit einer Frau an der Spitze den Eindruck einer Partei macht, die für Gleichberechtigung steht, könnte ihr Frauenbild kaum rückständiger sein. Jede Maßnahme gegen Diskriminierung wird als „Genderwahn“ etikettiert, im Berliner Abgeordnetenhaus sitzen die wenigsten Frauen bei der AfD-Fraktion (3 von 25), und sowieso sollten Frauen lieber zur „natürlichen Geschlechterordnung“ (Herd) zurückkehren. Warum Trixie ihrem eigenen Ruf bisher nicht gefolgt ist, bleibt fraglich.“
Shahak Shapira (23.12.2016)

„Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! […]Glaubt nicht, daß Deutschlands Heil mit dem Sieg des Nationalsozialismus auf Gedeih und Verderben verbunden sei! Ein Verbrechertum kann keinen deutschen Sieg erringen. Trennt Euch rechtzeitig von allem, was mit dem Nationalsozialismus zusammenhängt! Nachher wird ein schreckliches, aber gerechtes Gericht kommen über die, so sich feig und unentschlossen verborgen hielten.“
Flugblatt V der Weißen Rose (23.12.2016)

Hagen Rether, „Liebe (Update 2016)“: